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Bwindi Impenetrable Nationalpark

Im Südwesten Ugandas, am Rande des Albertine Rift Valley und an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo liegt eines der letzten Refugien des Berggorillas: der Bwindi Impenetrable Nationalpark. Ein Park mit einer dunklen Vergangenheit. Um dies zu verdeutlichen, besteht der Name des Parks aus zwei Wörtern mit gleicher Bedeutung: das Wort ‚Bwindi‘ in der lokalen Sprache Lukiga und dem englischen Wort ‚Impenetrable‘. Beide bedeuten: undurchdringlich.

Im Jahr 1942 wurde das Impenetrable Forest Reserve gegründet. Im Jahr 1992 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt und in Bwindi Impenetrable Nationalpark umbenannt. Aufgrund des einzigartigen Status des Parks wurde er im Jahr 1994 als Weltkulturerbe anerkannt. Das Gebiet ist 331 km2 groß und einer der ältesten und artenreichsten Regenwälder Afrikas. Bwindi ist etwa 25.000 Jahre alt und beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna. Um einen kleinen Überblick zu geben:

  • über 220 Baumarten
  • über 100 Arten von Farnen
  • ca. 120 Arten von Säugetieren, darunter elf Arten von Primaten
  • ca. 350 beobachtete Vogelarten, von denen 23 nur im Albertine Rift Valley vorkommen
  • 14 Eidechsenarten
  • 14 Schlangenarten
  • 28 Amphibienarten
  • über 200 Schmetterlingsarten, von denen acht ausschließlich im Albertine Rift Valley vorkommen
  • eine unbekannte Anzahl anderer Insekten.
  • aller Wahrscheinlichkeit nach eine große Anzahl von Pflanzen und Tieren, die noch nicht beschrieben wurden.

Aber natürlich kennen die meisten Menschen Bwindi als die Region, in der Berggorillas, oder genauer gesagt die Bwindigorillas, leben und beobachtet werden können.

Die Legende von Bwindi

Vor etwa 100 Jahren floh eine Familie aus Ruanda nach Uganda, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Beim Versuch, den Dschungel zu durchqueren, gelangten die Eltern und ihre Kinder an den Rand eines großen undurchdringlichen Sumpfes, der ihren Weg versperrte. Die Geister, die den Sumpf bewohnten, wollten der Familie helfen, aber nur unter einer Bedingung: Im Austausch für eine sichere Passage durch den Sumpf verlangten sie die schöne Tochter der Familie. Nach zwei Tagen Bedenkzeit kamen die Eltern zu einer Entscheidung und warfen ihre Tochter in den Sumpf. Sicher erreichten sie die andere Seite des Sumpfes und bauten sich ein neues Leben in Uganda auf.
Bald verbreitete sich die Geschichte in der Region, und die Menschen begannen, den Dschungel und insbesondere den Sumpf zu meiden. Sie nannten den Ort Mubwindi bwa Nnyinamukari: Der undurchdringliche, dunkle Sumpf von Nnyinamukari (so hieß das Mädchen).

Insel in einer modernen Welt

In ferner Vergangenheit war Bwindi ein Teil des Regenwalds des Virunga Massivs. Nach der Ankunft des Menschen und durch die zunehmende Abholzung des Waldes zum Nutzen der Landwirtschaft entstand vor etwa 500 Jahren eine ca. 25 km breite Lücke zwischen Bwindi und dem Rest des Regenwalds in der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und dem äußersten Süden Ugandas. Auf diese Weise wurde Bwindi zu einer ‚Insel‘, umgeben von einer ständig wachsenden Bevölkerung.
Eine der Folgen der Trennung war, dass der Berggorilla, der bis dahin als eine Unterart des östlichen Gorillas betrachtet wurde, sich in den beiden Regenwäldern unterschiedlich entwickelte. Heute spricht man immer häufiger über den Bwindigorilla und den Virungagorilla, nach den Regionen, in denen sie vorkommen. Im Abschnitt über das Gorilla-Tracking kommen wir darauf zurück.
Obwohl Bwindi gut geschützt ist, handelt es sich dennoch um ein sehr empfindliches Gebiet. Es wird auch in Zukunft alles getan werden müssen, um diesen einzigartigen Regenwald mit seinen Bewohnern zu schützen und seinen Fortbestand zu sichern.

Landschaft

Die Höhe im Park variiert von 1.160 m bis 2.607 m. Der höchste Punkt ist der Berg Rwamunyonyi im südöstlichen Teil des Parks. Der Park besteht abwechselnd aus steilen Graten und tiefen Tälern. Etwa 2 km2 sind flach: die Mubwindi- und Ngoto-Sümpfe.
Der primäre Regenwald umfasst sowohl den Tiefland- als auch den Bergregenwald. Im Park findet man mehr als 220 Baumarten, das sind mehr als 50 % aller Baumarten in Uganda. An einigen Stellen ist der Wald aufgrund der üppigen Vegetation undurchdringbar. Etwa 5 km2 des Parks sind mit Bambus bewachsen. Dieser Bambuswald befindet sich im höchstgelegenen Teil des Parks auf ca. 2.500 m Höhe.

Die Tierwelt des Bwindi Impenetrable National Parks

Die Zahl der Tiere in Bwindi ist beeindruckend. Dennoch ist es nicht leicht, diese Tiere zu beobachten. Es gibt so unglaublich viele Versteckmöglichkeiten, dass sie vollkommen in ihrer Umgebung eintauchen und unsichtbar werden. Große Tiere wie die Waldelefanten, die in Herden aus ca. 30 Tieren im südlichen Teil des Parks leben, sind nur selten zu sehen. Spuren von Waldelefanten sind entwurzelte Bäume, Fußabdrücke, abgerissene Vegetation, riesige Kothaufen usw. Der Waldelefant reagiert oft gereizter als die größeren Savannenelefanten, sodass die Ranger nicht allzu scharf darauf sind, nach Waldelefanten zu suchen. Die AK47, die sie mit sich führen, ist nicht nur Show, sondern für den Notfall gedacht, um in die Luft zu schießen und die Tiere zu verscheuchen.
Riesenwaldschweine und Waldschweine sind die Vertreter der Schweinefamilie in Bwindi. Aus der Familie der Antilopen sind Buschböcke, Petersducker und Gelbrückenducker im Park zu finden. Der Kafferbüffel wurde durch Wilderei ausgerottet. Auch der Leopard aus der Gruppe der Raubtiere wurde durch Wilderei ausgerottet. Aber die afrikanische Goldkatze, die Ginsterkatze und die Zibetkatze kommen noch vor. Um diese Tiere beobachten zu können, bedarf es einer beträchtlichen Menge Glück. Von den Hundearten ist der gestreifte Schakal im Park zuhause. In den Flüssen leben Kapotter.
Der Urwald beherbergt natürlich auch eine hohe Zahl kleiner Säugetiere, wie z. B. das endemische rotfüßige Sonnenhörnchen sowie das Rwenzori-Sonnenhörnchen. Darüber hinaus können Sie in der Nacht 16 Fledermausarten beobachten, von denen einige noch keinen deutschen Namen haben. Und wenn Sie noch mehr sehen wollen, können Sie sich auf die Suche nach 16 Arten von Insektenfressern machen, einschließlich der endemischen Rwenzori-Otterspitzmaus sowie 39 Nagetierarten. Im offenen Grasland können Sie auf Kaphasen treffen, während der Baumschliefer vor allem nachts aktiv ist.
Primaten sind reichlich vorhanden. Neben den Bwindigorillas leben noch weitere Affen innerhalb der Grenzen des Bwindi Parks: Schimpansen. Diadeemmeerkatzen, Rotschwanzmeerkatzen, Bergmeerkatzen, östliche Stummelaffen sowie Anubispaviane gehören zu den kleineren Primatenarten im Bwindi Park. Die Silbermeerkatze und die Schoutedeni-Diademmeerkatze sind Unterarten der Diademmeerkatze und ebenfalls im Nationalpark zuhause. Aus der Gruppe der Nachtaffen sind der Potto, der Demidoff-Galago und der Kielnagel-Galago in Bwindi zu finden.

Vögel

Ebenso wie bei den Säugetieren ist auch das Beobachten von Vögeln in Bwindi eine Herausforderung. Die beste Zeit ist am frühen Morgen. Insbesondere in den ‚feuchten‘ Monaten sind die Vögel aktiver, weil dann viele Arten brüten. Dies bedeutet, dass die Männchen häufig singen, um einerseits ihr Revier zu markieren und andererseits Weibchen anzulocken. Vor allem im Unterholz lebende Vogelarten, wie die Tanganjikadrossel, die Sternrötel und die Ugandarötel sind selbst in der Brutzeit nur selten zu sehen. Oft ist es besser, eine Weile an einem Ort zu bleiben und einfach zu zuzuhören und sich umzusehen, als ständig weiter herum zulaufen. Suchen Sie sich am besten einen offenen Bereich, von wo aus Sie auch die Baumwipfel sehen können.
Von den 350 beobachteten Arten sind etwa 180 Arten als echte Dschungelvögel klassifiziert. Um diese und andere Vögel zu beobachten, müssen Sie sich nicht unbedingt innerhalb der Grenzen des Nationalparks aufhalten. Am Rande des Parks, auf der Straße, können Sie Ihre Liste der beobachteten Arten schon ordentlich füllen.
Habari-Reisende, die in der Gorilla Valley Lodge übernachten, können von der Veranda aus gut Vögel beobachten - eine Art ,faule‘ Vogelbeobachtung. Während Sie ein kaltes Getränk oder einen Kaffee genießen, kommen in kurzer Zeit viele Vogelarten vorbei.

Endemische Vogelarten

Endemische Arten kommen nur in begrenzten Gebieten und nirgendwo sonst vor. Dies kann ein Land oder ein Teil eines Landes sein, aber beispielsweise auch ein einzelner Berg. In Bwindi können Sie 23 endemische Vogelarten finden, von denen 14 ausschließlich in Bwindi vorkommen. Ganz oben auf der Liste vieler Vogelbeobachter steht der Blaukehl-Breitrachen(African Green Broadbill). Diese 11 cm große grüne Vogel, der zur Familie der Breitschnäbler und Breitrachen gehört, ist sehr selten und kommt nur in der Nähe des Mubwindi-Sumpfes vor.
Besonderes Interesse unter Vogelbeobachtern genießt auch die Rotmantelastrild, die ebenfalls im Albertine Rift Valley endemisch ist.
Andere endemische Arten sind der Rwenzori-Turako, der Gelbaugen-Drongoschnäpper, der Rwenzori Sunbird, der Königsnektarvogel, der Meisenweber, der Rwenzori-Fliegenschnäpper, der Braunwangen-Laubsänger und die Trugtesia. Eine weitere endemische Art sollte noch erwähnt werden, weil sie einen sehr speziellen Namen trägt: Archers Janfrederik (Ruwenzorirötel).
Suchen Sie nicht nur nach seltenen Vögeln, sondern genießen Sie auch häufigere Arten, wie den Riesenturako, den Rossturako, die Oliventaube, die Glanzkopftaube, den Bergpirol, den Boubouwürger, den Goldbürzel-Bartvogel, die Weißbrauenrötel und den Grünmantel-Bogenflügel. Schließlich noch zwei häufig vorkommene Vogelarten, denen Sie in der Nähe von Bächen am Rande des Regenwaldes begegnen: die Witwenstelze und die Kapstelze. Beide Arten sind leicht voneinander zu unterscheiden.

Andere Tiere

Neben Säugetieren und Vögeln leben natürlich noch viele weitere Tiere in Bwindi. Reptilien, Amphibien, Spinnen und Insekten, darunter auch viele Schmetterlinge. Eine endemische Reptilienart, die Sie bei einem Besuch des Parks möglicherweise entdecken, ist das Dreihornchamäleon oder Jacksons Chamäleon. Bei dieser Chamäleonart trägt nur das Männchen drei Kopfhörner. Amphibien, wie Kröten und Frösche, finden Sie in den bodennahen Bereichen des Regenwaldes. Überall sind kleine Teiche und Bachläufe zu sehen. Nehmen Sie sich die Zeit, um in der Umgebung eines Teichs nach Amphibien zu suchen. Viele Amphibien sind nachtaktiv und machen dann enormen Lärm, um einen Partner auf sich aufmerksam zu machen. Es ist erstaunlich, welche laute Geräusche diese zumeist kleinen Tiere produzieren können.
Um Schmetterlinge zu sehen, müssen Sie hellere Stellen im Regenwald finden. Insbesondere sollte es sich dabei um Orte handeln, an denen wilde Tiere ihre Bedürfnisse verrichtet haben. Sie nehmen die Mineralien und Salze auf, die mit dem Kot ausgeschieden wurden. Wenn Sie stark schwitzen, besteht die Chance, dass Schmetterlinge sich auf Ihrem Kopf oder anderen unbekleideten Körperteilen niederlassen, um Ihren Schweiß aufzunehmen.
Bis heute wurden über 200 Schmetterlingsarten entdeckt, und es werden immer mehr.
Mit etwas Glück sehen Sie vielleicht den African Giant Swallowtail (Papilio antimachus), ein Schmetterlingstyp mit einer Spannweite zwischen 180 und 230 mm. Dieser Schmetterling hat keine natürlichen Feinde, sondern er gilt als der giftigste Schmetterling der Welt! Trotz des Fehlens natürlicher Feinde ist diese Art leider vom Aussterben bedroht.

Highlights

Für Habari-Reisende gibt es mehrere interessante ‚Highlights‘, die von der gebuchten Reise abhängen. Wir haben zwei ausgewählt:

  1. Gorilla Tracking
  2. Naturwanderung zu einem Wasserfall

1. Gorilla Tracking

Der Hauptgrund für einen Besuch des Bwindi Parks ist das Vorkommen einer der am stärksten bedrohten Tierarten weltweit. Berggorillas kommen nur noch im in Uganda gelegenen Teil des Bwindi Parks, in einem sehr kleinen Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo sowie am Virungamassiv vor, das in Uganda, Ruanda und in der Demokratischen Republik Kongo liegt. Dank des strikten Schutzes ist die Population in Bwindi und Virunga nach einem dramatischen Rückgang auf 250 Tiere in relativ kurzer Zeit wieder auf 900 Tiere gestiegen. Aufgrund der kontinuierlichen Eskalation des Konflikts zwischen der kongolesischen Armee und den Rebellen ist der Status des Berggorillas in der Demokratischen Republik Kongo nicht bekannt.
In Bwindi leben rund 400 Berggorillas. Diese werden heute auch Bwindigorillas genannt, während die Berggorillas im Virunga-Massiv als Virunga-Gorillas bezeichnet werden. Obwohl noch nicht offiziell, werden diese Bezeichnungen in den jüngsten Publikationen immer häufiger gebraucht.
Der Berggorilla hat sich vor etwa 400.000 Jahren aus dem östlichen Tieflandgorilla entwickelt. Vor etwa 500 Jahren bildete sich eine immer größer werdende Kluft zwischen Bwindi und dem Regenwald des Virunga-Massivs. Obwohl 500 Jahre auf der Zeitskala im Vergleich zur Entstehung der Erde und der Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt nur ein Wimpernschlag sind, sind im Laufe dieser 500 Jahre sich Unterschiede zwischen dem Bwindi- und dem Virungagorilla entstanden.
Studien haben gezeigt, dass bereits - wenn auch kleine - Unterschiede im genetischen Material vorhanden sind. Einer der größten Unterschiede ist das Fell: Der Virungagorilla hat ein viel dichteres Fell als der Bwindigorilla. Dies liegt darin begründet, dass Virungagorillas in höher gelegenen Bergregionen leben als die Bwindigorillas. Außerdem ist der Virungagorilla deutlich größer als der Bwindigorilla. Möglicherweise ist dies auch eine Anpassung an die raueren Bedingungen ihres Lebensraums. In der Virunga-Region bläst ein deutlich stärkerer Wind, es regnet häufiger und es ist kühler.
Auch die Nahrung der beiden Unterarten des Berggorillas unterscheidet sich erheblich. So kann der Bwindigorilla aus etwa 140 Pflanzen wählen, während der Virungagorilla sich mit nur 60 Arten begnügen muss. Aufgrund der tieferen Lage hat Bwindi eine deutlich reichere Fauna als Virunga. Zudem haben die Bwindigorillas viel mehr Obst zur Verfügung als die Virungagorillas. Aus diesem Grund werden Sie eher Bwindigorillas auf Bäume steigen sehen als Virungagorillas. In der Virunga-Region kommt jedoch deutlich mehr Bambus vor. Die Virungagorillas lieben Bambussprossen, weshalb sie in der Blüh- und Vegetationsperiode des Bambus auch häufig hier zu finden sind.

Auf Besuch bei den Bwindigorillas

Die meisten Habari-Reisenden sehen zum ersten Mal Berggorillas in Bwindi. Es gibt hier nicht nur mehr Gruppen (elf), die beobachtet werden können, sondern sie ziehen auch viel weniger umher als die Virungagorilla-Familien im Mgahinga Gorilla Nationalpark. Diese Nyakagezi-Gruppe ist abwechselnd in Uganda, Ruanda und in der Demokratischen Republik Kongo zu finden.
Die Gorillafamilien, die in Bwindi beobachtet werden können, sind an Besuch gewöhnt. Das bedeutet, dass diese Berggorillas nicht sofort flüchten, wenn sie hören, dass Menschen sich nähern. Dieser Gewöhnungsprozess dauert ca. zwei Jahre und wird stets von den gleichen Rangern begleitet. Pro Tag kann jede Gorillafamilie maximal von einer Gruppe aus bis zu acht Personen besucht werden. Der Besuch dauert maximal eine Stunde.
Das Gorilla Tracking beginnt immer an einem Treff- und Ausgangspunkt. Für Habari-Reisende ist dies in den meisten Fällen das UWA-Besucherzentrum im Rushaga-Sektor im Südosten von Bwindi. Nachdem die Daten der Teilnehmer aufgenommen wurden, findet ein Briefing statt. In diesem Briefing werden die Regeln für den Besuch bei den Berggorillas erläutert. Menschen, die krank sind, dürfen nicht teilnehmen, denn sie könnten die Berggorillas anstecken, was zu einer Epidemie mit schwerwiegenden Folgen führen kann. Außerdem muss ein Abstand von mindestens sieben Metern zu den Gorillas eingehalten werden. Falls ein Gorilla aber von sich aus näher kommt, können Sie als Besucher nicht viel daran ändern.

Einteilung der Besuchergruppen

Die Besucher werden von Mitarbeitern der Wildlifebehörde in Gruppen eingeteilt, wobei ältere Personen sowie Personen mit schwächerer Kondition zur am schnellsten und einfachsten zu erreichenden Familie wandern. Jüngere sowie fitte re Personen können zu Familien wandern, die manchmal schwieriger zu erreichen sind.
Manchmal dauert die Such nach Gorillas eine Stunde, aber es kann auch vorkommen, dass sie fünf oder sechs Stunden dauert. Es wird immer an der Stelle begonnen, an der die Gorillas am Vortag zuletzt gesehen wurden. Aufgrund des sehr gut verfügbaren Nahrungsangebots bewegt sich eine Gorillagruppe unter normalen Bedingungen nur um etwa einen Kilometer. Wenn Nahrung und Obst reichlich vorhanden sind, bleiben sie manchmal auch an der gleichen Stelle, insbesondere, wenn dort Früchte wachsen.
Aber in Zeiten von Konflikten, zum Beispiel wenn ein fremder Silberrücken oder ein Männchen aus der Familie mit Gewalt die Kontrolle über die Familie übernehmen will, legen sie unter Umständen eine größere Distanz zurück. Normalerweise befinden sich die Mitglieder einer Familie innerhalb eines Radius von 100 Metern um den dominanten Silberrücken; er ist ihr Beschützer und würde sein Leben opfern, um seine Familie zu schützen.

Ist das Gorilla Tracking schwierig?

Abhängig davon wo sich die Gorillas am Tag Ihres Trackings aufhalten, wird der Weg zu ihnen leichter oder eben schwieriger sein. Manche Gäste sind fast ein wenig enttäuscht, weil sie bereits nach einer guten halben Stunde einfachen Fußmarsches bei den Gorillas waren. Bei anderen Gästen dauert bereits der Hinweg über vier Stunden. Teilweise müssen umgestürzte Bäume überstiegen und durch Sumpfgebiet gewatet werden oder es geht auf allen Vieren durch die Büsche. Meist ist das letzte Stück fast undurchdringbarer Regenwald (daher auch der Name Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark: "impenetrable" = undurchdringlich) der mit Macheten freigeschlagen wird. Knöchelhohe und wasserfeste Schuhe sowie eine gute Ausrüstung mit Regenschutz sind unerlässlich.

Anmietung von Trägern

Das Tempo der Gruppe wird von den langsamsten Teilnehmern bestimmt. Die Ranger halten dies gut im Auge. Viele Besucher schätzen die Hilfe eines Trägers, da er nicht nur Ihren Tagesrucksack abnimmt, sondern Ihnen bei schwierigen Passagen auch die Hand geben kann und Sie etwas stützt, schiebt oder zieht. Bei den Trägern handelt es sich oft um Studenten oder Anwohner, die sich etwas Geld hinzuverdienen. Sie bleiben während der gesamten Wanderung in Ihrer Nähe und helfen Ihnen bei Auf- und Abstiegen, falls nötig.

Begegnung mit den Gorillas

Es kann fast einen ganzen Tag dauern, bis Sie auf die Gorillas stoßen. Doch wenn man vor den mächtigen, bis zu zwei Meter großen Gorillas steht, vergisst man alle Anstrengung. Friedlich und unbekümmert erleben Sie die Gruppe, die vom „Silberrücken“ angeführt wird. Die Oberhäupter erreichen das doppelte Gewicht eines erwachsenen Menschen. Jetzt heißt es, den Anweisungen Ihres Guides zu folgen, damit Sie sich der Gruppe nähern können, ohne sie zu provozieren. Die Zeit bei den Gorillas ist zum Schutz der Tiere auf eine Stunde begrenzt. Das ist nicht besonders lange, daher genießen Sie die Begegnung und legen Sie auch einmal Ihren Fotoapparat oder Ihre Filmkamera beiseite.

Rückweg und Belohnung

Was man natürlich nicht vergessen darf, ist dass man nach dem Besuch auch wieder zurückwandern muss. Je nach Entfernung kann der Rückweg noch ein bis zwei Stunden in Anspruch nehmen. Bleiben Sie aufmerksam und steigen Sie vorsichtig ab bzw. auf, man kann leicht ausrutschen. Am Ausgangspunkt angekommen erwartet Sie eine kleine Zeremonie, bei der jeder Besucher (der die Gorillas gesehen hat) ein Zertifikat als Erinnerung erhält.

Wahrscheinlichkeit des Sichtung

Natürlich möchte jeder wissen, ob man die Gorillas auch wirklich sehen wird. Eine Garantie kann keiner geben, aber die Wahrscheinlichkeit beträgt nahezu 100 %. Bis 15:00 Uhr wird versucht, eine Gorillafamilie zu finden. Wenn dies unerwartet fehlschlägt, muss die Gruppe umkehren. In diesem Fall bekommen Sie einen Teil Ihres Geldes zurückerstattet.
Neben der Tatsache, dass es am Äquator schon um ca. 18.30 Uhr dunkel wird, leben im Regenwald auch wilde Tiere, die im Dunkeln viel mehr in ihrem Element sind als wir Menschen. Deshalb können gefährliche Situationen entstehen, auch wenn die Ranger stets bewaffnet sind. Auch sollten die schmalen Pfade im Regenwald am besten bei Tageslicht begangen werden.
In der beinahe 20-jährigen Geschichte von Habari Travel ist es erst zwei Mal vorgekommen, dass es überhaupt keine Sichtung gab.

Weitere Informationen zum Gorilla Tracking im Mgahinga Gorilla Nationalpark finden Sie im entsprechenden Artikel. Jeder unserer Gäste, erhält unser kleines Büchlein zum Gorilla Tracking mit der Buchungsbestätigung. Damit möchten wir Ihnen Lust auf das bevorstehende Abenteuer machen und Ihnen viel nützliche Informationen geben.

2. Naturwanderung zu einem Wasserfall

Neben dem Gorilla Tracking sind noch andere Aktivitäten in der einzigartigen Bwindi-Region möglich. So werden verschiedene Wanderungen angeboten, die nach Dauer und Schwierigkeitsgrad variieren. Ein schöner Halbtagesausflug führt zum Beispiel durch den Regenwald mit seinem dichten Unterholz zu einem schönen Wasserfall. Überall hört man die Vögel singen, aber sie auch zu sehen, ist nicht so einfach. Auch können Sie kleineren Primaten begegnen, wie der Rotschwanzmeerkatze und der Diademmeerkatze. Von Waldelefanten sieht man oft viele Spuren, aber man muss viel Glück haben, sie zu sehen. Die Wanderung darf nur in Begleitung von bewaffneten Rangern durchgeführt werden, die Ihnen auch ein wenig über den Regenwald und seine Bewohner erzählen können.

Unsere Reisen

Die Perle Afrikas
Gruppenreise 19 Tage
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Kurz und Knackig
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von € 2.095,- p.p. inkl. internationale Flüge

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